Installation von ispCP auf einem Debian Etch Webserver1. Aktualität des SystemsZuerst sollte man mittels apt-get update && apt-get upgrade sein System auf den aktuellsten Stand der Dinge bringen. Da hier von einer Grundinstallation ausgegangen wird (Minimal-Installation), sollte der Vorgang je nach Netzwerk schnell vonstatten gehen. Wenn die Installation oder das Recovery-Image aktuell ist, sollte das dann so aussehen: 2. Installation des favorisierten Editorsapt-get install mc Je nach Favorit dies ggf. an den eigenen Editor seines Vertrauens anpassen. 2.1 Anpassung der SourcesUnter Debian müssen je nach Image die Sources in /etc/apt/sources.list angepaßt werden: mcedit /etc/apt/sources.list # Sources für die Installation allgemeiner Pakete, diese sollten um “non-free” ergänzt werden! deb http://ftp.uni-bayreuth.de/linux/Debian/debian/ etch main non-free contrib deb-src http://ftp.uni-bayreuth.de/linux/Debian/debian/ etch main non-free contrib # Sources für wichtige Updates deb http://security.debian.org/ etch/updates main contrib non-free deb-src http://security.debian.org/ etch/updates main contrib non-free dann mit F2 speichern, mit F10 schließen. Anschließend ein apt-get update && apt-get upgrade , und alles sollte im Lot sein. 3. Hostname des Systems prüfenJetzt sollte man noch prüfen, welcher Hostname für das System verfügbar ist, denn z.B. bei Hetzner ist dieser alles andere als ausreichend für eine Installation von ispCP. mcedit /etc/hostname
Hier sollte dann ein Name mit mindestens einem Punkt drin stehen (etch.local, debian.loc, oder irgend etwas Ähnliches). Nachfolgend Provider, bei denen Änderungen nötig werden: 4. Laden & Entpacken der Sources von ispCPWir wechseln in das Verzeichnis ROOT cd /root Das aktuellste Paket ist unter: http://www.isp-control.net/download.html zu finden; da dieses Tutorial hier noch keine FINAL-Version hatte, greifen wir auf den letzten daily snapshot zurück. wget http://www.isp-control.net/downloads/snapshots/ispcp-omega-trunk-20070609.tar.bz2
Bitte den Link anpassen, da daily snapshot; ergo das ist/war am 09.06.2007. Jetzt entpacken wir das Archiv mittels tar -xjvf ispcp-omega-trunk-20070609.tar.bz2 Bitte auch hier wieder die aktuelle Version anpassen! 5. Installation der nötigen Komponenten mittels Paket-ManagerNun wechseln wir in das Verzeichnis, in das ispCP gerade entpackt wurde: cd web/svn/nightly und installieren mittels apt-get install `cat ./docs/Debian/debian-packages-etch` die erforderlichen Pakete. Sollten Fehler bei der Paketinstallation auftreten sollte man versuchen die Pakete von Hand mit "apt-get install" zu installieren. Die Liste befindet sich hier: /root/web/svn/nightly/docs/Debian/debian-packages-etch Während der Installation treten nur 5 Fragen auf, die eine manuelle Beantwortung benötigen. Das Springen in den einzelnen Dialogen erfolgt mit der Tabulator-Taste, die Auswahl/Bestätigung selbst mit der Enter/Return-Taste. a) die Frage nach Ordner für webbasierter Administration, diese ist mit nein/no zu beantworten b) für welchen Verwendungszweck Postfix installiert wird, hier mit Internet Site antworten.
c) der Mailname, hier bitte alles löschen, und root eingeben d) libc-client, hier yes/ja auswählen e) ProFTPd, hier standalone wählen 6. MySQL Passwort setzenBei der Installation werden noch einige Passwörter gefragt; zugegeben, besser wäre es, für alle Sachen ein anderes Pwd zu verwenden, und diese dann irgendwo zu notieren. (wenn Ihr das wollt, nur zu) Da ich meinen Server aber später absichern werde, lasse ich hier die Sicherheits-Policy ein wenig schleifen... /usr/bin/mysqladmin -u root password XXXXXX
wobei XXXXXX für ein relativ gutes Passwort stehen sollte. 7. InstallationWir sollten uns ja noch im Verzeichnis /web/svn/nightly befinden und führen dort aus: make install Hier dürften nach der oben genannten Step-by-Step-Anleitung keine Fehlermeldungen kommen; falls doch, mal ins Forum gucken, vielleicht hat sich ein bereits gemeldetder Bug eingeschlichen. Alternativ versuchen, die Fehlermeldungen selbst aufzudröseln, oder komplett von vorne beginnen. 8. Verschieben der Dateien in die entsprechenden VerzeichnisseMit einem cp -Rv /tmp/ispcp-1.0.0/* /
kopieren wir die Dateien aus dem temporären Verzeichnis nach /. Der Inhalt von /tmp/ispcp-1.0.0 ist schon entsprechend vorbereitet: Ich bevorzuge es, jetzt schon ein wenig aufzuräumen; mittels rm -R web rm ispcp-* kann man jetzt schon Archiv und seinen entpackten Inhalt löschen. Dies hat einen Vor- als auch Nachteil. Vorteil: - System ist sauber, kein "Müll" im Root-Verzeichnis Nachteil: - wenn mal was schief geht, hat man keine Original-Dateien mehr, um nachzusehen, woran es lag. Ich denke aber, der Vorteil überwiegt hier, da ich Ordnung liebe. 9. Setup von ispCPSo, jetzt in das Verzeichnis /var/www/ispcp/engine/setup mittels cd /var/www/ispcp/engine/setup wechseln, und dann mit ./ispcp-setup
die eigentliche Installations-Routine starten. 10. Fragen, die bei der Installation auftretenNun, wie bereits oben geschrieben, je nach dem, welche Sicherheitslinie (sehr stark bis moderat) man verwendet, sollte man hier entweder immer ein anderes Passwort verwenden, oder das vorher beim MySQL-Server verwendete.
a) Die erste Frage ist der Domain-Name. Hier sollte schon das passende vorgegeben sein, wenn nicht, wurde oben bei /etc/hostname wohl ein Fehler gemacht... Wenn hier der richtige Name drin steht, einfach mit Enter/Return bestätigen; dies gilt im Übrigen für alle Fragen. Standardmäßig sollte immer schon der richtige Wert angezeigt werden. b) Als zweites wird die IP-Adresse abgefragt, entweder okay, oder korrigieren. (wie schon mal geschrieben, ispCP sollte immer den korrekten Wert anzeigen) c) Drittens wird das Verzeichnis abgefragt, welches zur Administrations-Oberfläche zeigt. Entweder so lassen, empfohlen, weil einfach zu merken, oder anpassen. d) Viertens wird der MySQL-Server gefragt, localhost sollte drinstehen, und wenn man die DB nicht woanders auslagern will, so sollte das auch gut sein. e) Fünftens wird der Datenbank-Name gefragt. f) Sechstens der Username für die Datenbank; hier sollte root stehen. g) Siebtens wird das Passwort gefragt, welches hier in der Installationsanleitung unter Punkt 6. vergeben wurde. h) Achtens wird ein User zur Ftp-Verwaltung in der Datenbank angelegt, anpassen oder Return/Enter. i) Neuntens wird dessen Passwort verlangt. Entweder das Standard-Passwort eingeben, oder ein Neues, und dieses dann für alle Fälle notieren... j) Danach wird ein phpMyAdmin-User angelegt k) Hierzu wird selbstverständlich auch ein Passwort benötigt. Entweder wieder das vorher verwendete von MySQL, oder neues wählen. l) Jetzt wird der Login-Name für den ispCP-Weblogin festgelegt. Standardmäßig wird hier admin vorgeschlagen; ich denke, dies sollte man aber auf jeden Fall anders wählen. m) Wie üblich, braucht ein User auch ein Passwort. Hier sollte man aber wirklich ein starkes wählen, welches nicht in einem Wörterbuch zu finden ist. n) Anschließend wird die Email-Adresse des Administrators verlangt. Hierzu empfehle ich, eine Mail-Adresse zu verwenden, die es verkraftet, dass auch mal 100 Mails die Minute eintrudeln, denn ich hatte vorher die Firmen-Adresse drin, welche einen sehr restriktiven Spam-Filter hatte, den ich im Anschluss neu konfigurieren musste. Am besten auch ein nett großes Postfach. Grund ist der, dass ispCP für alle Vorgänge eine Email versendet. Vorteil: man kann lückenlos nachweisen, wer wann was wo gemacht hat Nachteil: ziemlich hohes Email-Aufkommen So, nun hat ispCP genug Informationen für das Einrichten gesammelt, und es werden viele Zeilen über die Konsole jagen. Wenn Ihr alles richtig gemacht habt, solltet Ihr folgende Meldung (oder so ähnlich, je nach Version) sehen: Ihr werdet aufgefordert, Euch unter der angezeigten Adresse mit den unter 11. l/m angegebenen Daten einzuloggen. Dann viel Spaß mit ispCP. Sollten Fragen oder Probleme auftauchen, mal im Bugtracker oder Forum vorbeigucken. Bugtracker: http://www.isp-control.net/ispcp/report Forum (deutsch): http://www.isp-control.net/forum/german-corner-f-13.html |
